Lutherstadt Eisleben

10.3.2017

Die Grippewelle

Als letzte Woche der dreizehnte Krankenschein kam, schien die Dienstplanung hinfällig  zu sein. Aber auch Pflegekräfte können krank werden. So geschehen im Caritas-Pflegezentrum St. Mechthild in Helfta. Dennoch muss die Versorgung der über 70 Bewohner aufrechterhalten werden. Es schien wie die Quadratur des Kreises, aber die Pflegkräfte des Altenheimes zeigten ein hohes Maß an Engagement, Einsatzbereitschaft und Solidarität. "Jeder kann mal krank werden, da ist es selbstverständlich, dass man dann für die Kolleginnen einspringt", sagte Pflegerin Angelika Theile.

Die hohe Zahl an krankheitsbedingten Ausfällen in so kurzer Zeit, führte dazu, dass der Dienstplan immer nur für die nächsten Tage aktualisiert wurde. Eine Fülle von Maßnahmen ermöglichte aber bisher die Dienste alle abzudecken. Teildienste wurde übernommen, die Auszubildenden wurden aus den Schulen tageweise freigestellt und es gab Rückrufe aus dem Urlaub, was in der Ferienwoche nicht angenehm ist. Pflegedienstleiterin Annett Romanowsky, die seit Tagen  in der Pflege mitarbeitet, stellte fest: "Trotz der angespannten Lage leisten unser Mitarbeiter großartige Arbeit und zeigen echten Teamgeist. Da kann man stolz sein."

Um die Situation nicht weiter zu verschärfen, wurden keine neuen Bewohner aufgenommen. Arbeitsabläufe wurden angepasst. Der Begleitende Dienst unterstützte punktuell die Pflegekräfte. "Die Bewohner haben Verständnis, wenn die Kegel- oder Singerunde mal eine Viertelstunde kürzer ist, wir aber dann Zeit haben, um den Schwestern zur Hand zur gehen," meinte Ergotherapeutin Sandy Marquordt.

Einrichtungsleiter Norbert Lakomy hofft, dass bald wieder Normalität einkehrt. Die Kolleginnen, die jetzt bis an ihre Grenzen arbeiten, sollten bald eine Phase der Entspannung erhalten.