Clearingstelle

In der Clearingstelle der ctm werden Plätze für Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr vorgehalten, die aus ihrem Heimatland durch Krieg, Bürgerkrieg, Vertreibung, Misshandlung oder Verelendung flüchten und ohne Begleitung von Sorgeberechtigten in Deutschland eintreffen (unbegleitete minderjährige Ausländer, im Folgenden "UMA"). In der Phase des Fremdseins, des Alleinseins und der Orientierungslosigkeit in einem fremden Land finden Kinder und Jugendliche eine Anlaufstelle in den Clearingstellen. Aufgabe der Einrichtungen ist es, die individuellen Lebens- und Fluchtumstände des UMA schnellstmöglich zu klären sowie weitere Schritte hinsichtlich der weiteren Vorgehensweise einzuleiten und das Clearingverfahren durchzuführen.

Im Clearingverfahren werden Hintergründe und Umstände der Flucht geklärt und Kontakte zu Eltern und/oder Verwandten hergestellt. Die Kinder und Jugendlichen aus Asien, Osteuropa und Afrika kommen in ein für sie fremdes und unbekanntes Land. In den meisten Fällen gelangen die jungen Menschen über "Schlepper" nach Deutschland. Die haben nur ein Ziel: Geld. Den Flüchtlingen werden meist unrealistische Versprechungen gemacht, die aber nicht umsetzbar sind. Zwar müssen die Minderjährigen hier nicht um Leib und Leben bangen, sie sind jedoch halt- und hilflos. Die falschen Vorstellungen vom Leben in Deutschland und die Realität erschweren es häufig, den Leidensdruck zu mindern. In dieser unbekannten Welt, in der zudem eine fremde Sprache gesprochen wird, vermitteln die Mitarbeitenden der Clearingstelle zunächst ein Gefühl der Geborgenheit. Sie geben den jungen Menschen Zeit, um anzukommen.

Die ctm hat aktuell Plätze in folgenden Einrichtungen:

Clearingstelle Magdeburg - 16 Plätze

Wohngruppe für umA in Eilenburg - 10 Plätze