Ziele des audit berufundfamilie

Die Caritas-Trägergesellschaft St. Mauritius gGmbH (ctm), mit ihren Tochtergesellschaften, Servitas gGmbH und Christliches Gemeinschaftswerk GmbH (cgw), möchte ihren Mitarbeitern eine Vereinbarkeit von Berufs- und Familienleben ermöglichen.
Daher ist sie seit dem 15. März 2015 mit dem Zertifikat audit "berufundfamilie" als familienfreundliches Unternehmen ausgezeichnet. 

Welche Ziele verfolgen wir mit dieser Zertifizierung?

  • Wir möchten sowohl für unsere derzeitigen Mitarbeiter also auch für zukünftige Interessenten ein attraktiver Arbeitgeber sein.
  • Wir möchten die Führungskräfte bestärken, die Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie umzusetzen.
  • Wir möchten das Potential der Altersgruppe 60+ nutzen, um ein Wissensaustausch unter den Generationen in unserem Unternehmen zu ermöglichen.
  • Wir möchten unseren Mitarbeitern Angebote zur Verfügung stellen, um sie bei familiären Pflegefällen zu entlasten.

Welche Maßnahmen sind bereits vorhanden?

Bisher wurden im Rahmen unserer familienfreundlichen Personalpolitik verschiedene Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie umgesetzt. Eine Auswahl an beispielhaften Maßnahmen ist in der nachfolgenden Abbildung dargestellt. Wir möchten dennoch darauf hinweisen, dass das audit einen Prozess darstellt, an dem wir stetig weiterarbeiten.

Arbeitszeit

  • verschiedene Teilzeitmodelle
  • familienfreundliche Dienstplanung
  • Zeitwertkonten
  • Springermodelle

Arbeitsorganisation

  • Angebote zur Gesundheitsförderung
  • Eingliederungsmanagement

Führung

  • Führungsgrundsätze/-leitlinien
  • Qualitätszirkel
  • Konzept Mitarbeitergespräche
  • Einarbeitungskonzept

Welche Maßnahmen wollen wir zukünftig umsetzen?

Um uns diesbezüglich stetig weiterzuentwickeln und unsere Mitarbeiter in diesen Prozess einzubinden, werden wir  an verschiedenen Maßnahmen in den folgenden acht Handlungsfeldern des audits arbeiten, um unsere Ziele zu erreichen:

Maßnahmen

Arbeitszeit

Das erste Handlungsfeld Arbeitszeit beinhaltet eine Überprüfung der Arbeitszeitmodelle im Jugendhilfebereich und eine damit verbundene Reduzierung der geteilten Dienste. Darüber hinaus soll in diesem Bereich die Dienstplangestaltung verbessert werden. Die Wünsche der Mitarbeiter werden frühzeitig erfasst und die Dienstpläne anschließend verbindlich ausgegeben. In diesem Zusammenhang soll den Mitarbeitern auch ermöglicht werden, an Wochenenden und Doppelfeiertagen abwechselnd zu arbeiten, um eine Regelmäßigkeit in Bezug auf die Planung familiärer Verpflichtungen zu gewährleisten. Weiterhin ist es ein Ziel, in allen Einrichtungen ein Springerdienst für kurzzeitige Ausfälle einzurichten, um so Planungssicherheit zu ermöglichen.

Arbeitsorganisation

Das zweite Handlungsfeld Arbeitsorganisation hat u.a. das Ziel, ein Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) auf allen Unternehmensebenen zu verwirklichen. Dabei soll mindestens ein Angebot aus dem Maßnahmenkatalog pro Jahr in jeder Einrichtung umgesetzt werden. Vorab wird geprüft, welche Maßnahmen von den Mitarbeitern gewünscht sind und wie diese an die Arbeits- und Schichtzeiten angepasst werden können. Des Weiteren beschäftigt sich dieses Handlungsfeld mit einer Vertretungsregelung für Verwaltungsmitarbeiter sowie mit den Arbeitsabläufen am Nachmittag des Heilig Abends, an welchem vorrangig Müttern und Vätern mit Kleinkindern eine Feier im Familienkreis ermöglicht werden soll.

Arbeitsort

Im dritten Handlungsfeld Arbeitsort soll sichergestellt werden, dass jede Führungskraft in jeder Einrichtung einen ruhigen Ort zur Verfügung hat, an dem die Dienstplangestaltung ohne Störung von außen vorgenommen werden kann.

Information und Kommunikation

Das vierte Handlungsfeld beschäftigt sich mit der Information und Kommunikation in Bezug auf das audit. Hier ist es wichtig, dass die Zertifizierung nach dem audit „berufundfamilie“ sowohl intern bei allen Mitarbeitern als auch extern bei allen Interessenten des Unternehmens bekannt ist. Des Weiteren werden regelmäßige Besprechungen vereinbart, in denen die Mitarbeiter über die aktuellen Maßnahmen der Vereinbarkeit von Beruf und Familie informiert werden. Die Besprechungen sind verpflichtend und werden bzgl. der Zeiten durch die Geschäftsführung vorgegeben, wobei die familiären Belange der Mitarbeiter berücksichtigt werden.

Führung

Das fünfte Handlungsfeld Führung enthält konkrete Kriterien, die sich speziell auf die Führungsebene beziehen. Die Führungskräfte stellen Ansprechpartner in Bezug auf das Audit dar und sollten in der Lage sein, ihren Mitarbeitern jederzeit Auskünfte über aktuelle Maßnahmen zu geben. Die entsprechenden Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie können dabei auch von den Führungskräften selbst wahrgenommen werden. Ein weiteres Ziel besteht darin, die Führungsgrundsätze/-leitlinien, die in regelmäßigen Konferenzen besprochen werden, in allen Einrichtungen umzusetzen.

Personalentwicklung

Im Handlungsfeld sechs, der Personalentwicklung, geht es um die Bindung aktueller und die Gewinnung zukünftiger Mitarbeiter. Im Konkreten bedeutet das beispielsweise, dass eine Strategie entwickelt werden soll, um zum einen mit Mitarbeitern in Elternzeit in Kontakt zu bleiben und zum anderen Mitarbeitern der Altersgruppe 60+ über das Berufsende hinaus zu binden. Des Weiteren ist es Aufgabe der Führungskräfte, neue Fachkräfte zu gewinnen und eine Begleitung von Praktikanten durch entsprechende Paten zu organisieren.

Entgeltbestandteile und geldwerte Leistungen

Das siebte Handlungsfeld Entgeltbestandteile und geldwerte Leistungen hat zum Ziel, alle Tarifregelungen und bestehende Vergünstigungen sowohl intern als auch extern bekannt zu machen, sodass das Unternehmen nach innen und außen attraktiv für Mitarbeiter bleibt und für potentielle Mitarbeiter wird. Darüber hinaus sollen die bisher bestehenden Gutscheinregelungen in allen Einrichtungen umgesetzt und alle Mitarbeiter darüber informiert werden. Weiterhin soll geprüft werden, ob die für die ctm geltenden Vergünstigungen auch auf die anderen Unternehmensbereiche ausgedehnt und angepasst werden können.

Service für Familien

Das achte Handlungsfeld Service für Familien beschäftigt sich mit Angeboten zur Pflege von Angehörigen. Jeder Mitarbeiter sollte die entsprechenden Angebote kennen und darauf zurückgreifen können. Des Weiteren sollen Informationsmaterialen sowie eine Kontaktperson für Beratungen bereitgestellt werden.

Umsetzung der Maßnahmen

Wie wollen wir diese Maßnahmen umsetzen?

 

Einbindung der Führungskräfte

Die Führungskräfte gelten als wichtigste Kommunikationsverbindung zwischen der Projektgruppe und den Mitarbeitern. Daher werden sie von Beginn an in den Prozess eingebunden und regelmäßig über den neusten Stand und die möglichen Angebote informiert, um diese Information an ihre Mitarbeiter weiterzuleiten und die entsprechenden Maßnahmen umzusetzen. Die Geschäftsführung gibt dabei verbindlich vor, welche Maßnahmen auf Ebene der Einrichtungsleitungen umzusetzen sind. Diesbezüglich werden den Führungskräften Schulungs- und Trainingsmaßnahmen zur Umsetzung der vereinbarten Maßnahmen angeboten. Weiterhin wird in regelmäßigen Abständen der Stand der Umsetzung durch die Projektgruppe erfragt, um dies als Grundlage für den Jahresbericht zu nutzen.

Ausbau der Kommunikation

Um die Kommunikation und Information auf allen Ebenen sicherzustellen, legt die Geschäftsführung Standards fest, wie innerhalb der bestehenden Besprechungsformen die Maßnahmen und der Stand der Umsetzung in den Einrichtungen zu besprechen sind. Dabei werden alle bisherigen Instrumente, wie beispielsweise Einführungsveranstaltungen, Gehaltszettel, Mitarbeiterzeitung und Teamgespräche, genutzt, um die Mitarbeiter auf direktem Wege über mögliche Angebote zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu informieren. Darüber hinaus informiert die Geschäftsführung die Einrichtungsleitungen und die Mitarbeitervertretungen gemeinsam und zeitnah über getroffene Vereinbarungen. Ebenso wird die Vereinbarkeit von Beruf und Familie regelmäßig bei Einrichtungsleitertagungen und Bereichsleitertreffen thematisiert.