Behindertenhilfe

Bitterfeld-Wolfen

Wohnheim an WfbM
St. Johannes

Lage

Für diese Wohnform wurde in Bitterfeld-Wolfen, am Rande des Stadtzentrums, ein Haus mit drei Wohnungen angemietet. In direkter Nachbarschaft befinden sich der Stadtpark mit einem Tiergehege und das Naherholungsgebiet "Goitzsche" mit einer Seenlandschaft. In den drei Etagen stehen insgesamt acht Ein- und ein Zweibettzimmer zur Verfügung. Zu diesem Anwesen gehört neben vielen Nebenräumen auch ein großzügiger Gartenbereich.

Kapazität

  • 10 Plätze

Zielgruppe

  • Menschen, bei denen eine vollstationäre Versorgung notwendig ist
  • die volljährig oder im begründeten und vom Land genehmigten Ausnahmefall mindestens 16 Jahre alt sind
  • die geistig behindert sind im Sinne des SGB XII und der Eingliederungsverordnung

Eine weitere Voraussetzung ist der Besuch einer Werkstatt für Behinderte bzw. andere Formen der beruflichen Rehabilitation.

Art und Umfang der Leistung

  • Wohnen einschließlich der erforderlichen hauswirtschaftlichen Versorgung
  • Einzel- und Kleingruppenförderung
  • Begleitung, Assistenz bzw. Erschließung dieser Angebote durch Anleitung
  • teilweise stellvertretende Ausführung bis hin zur umfassenden Hilfestellung
  • die je nach Fähigkeiten und Interessenlage aufgebauten tagesstrukturierenden Maßnahmen (Trennung von Wohn- und Arbeitsbereichen)
  • Übernahme der Gesamtverantwortung (als ganzzeitlicher Ansatz) für die vollstationäre Hilfe (Betreuung rund um die Uhr)

Angebotsspektrum

Arbeit und Beschäftigung

An etwa 220 Tagen im Jahr werden die Bewohner um 7.00 Uhr in die WfbM der Diakonie Wolfen gebracht und sind gegen 15 Uhr wieder in der Wohngruppe zurück.

Lebenspraktische Anleitung

Damit sind Maßnahmen gemeint, die die Fähigkeit der Hilfeberechtigten zu einer selbständigen und individuellen Lebensführung sowie das Verstehen der Umwelt fördern. Bestandteile des Leistungsbereiches:

  • Anleitung und Unterstützung bei der Herstellung sozialer Beziehungen zu anderen Personen bzw. Institutionen
  • Führung des Haushaltes
  • Beschaffung und Zubereitung von Nahrungsmitteln und Speisen
  • Verwaltung materieller Ressourcen (Geld, u.a.)

Besondere psychologische Hilfe

Zum Aufbau von Konfliktlösungsstrategien bedarf es der Beratung, Anleitung und Förderung.

Pflegerische Hilfe

Hier geht es hauptsächlich um das körperliche Wohlempfinden und um die Gesundheit des Hilfeempfängers. Einzelbestandteile dieses Leistungsbereiches sind:

  • Allgemeine Körperpflege
  • Toilettenbenutzung
  • Das An- und Auskleiden
  • Nahrungsaufnahme
  • Fortbewegung und
  • Orientierung in der Umgebung.

Freizeit

Bedeutende Aspekte sind die Wahrnehmung von Angeboten der Unterhaltung bzw. Kultur, Begegnung mit anderen Menschen und die Erschließung von Lebensräumen, sowie die Entwicklung individueller Fähigkeiten und Fertigkeiten (Hobbys) im Rahmen der Freizeitgestaltung.

Tiere

Haustiere (außer Hunde) können grundsätzlich in der Wohngruppe gehalten werden. Es sollte aber mit allen abgesprochen werden, welche Tiere man sich anschafft und wie sie am besten versorgt werden.