Behindertenhilfe

Burgkemnitz

Caritas Wohn- und Förderstätte St. Lorenz

Seit 1990 existiert in der schönen Heidegemeinde Burgkemnitz am Rande der Dübener Heide im Landkreis Anhalt-Bitterfeld die Einrichtung Wohnheim für Menschen mit geistigen und geistig schwerst mehrfachen Behinderungen. Von 1990 bis 2002 wurde für die Betreuung der Bewohner das Schloss Burgkemnitz genutzt. Seit dem Jahr 2002 steht ein Ersatzneubau zur Verfügung.

Zwei Wohnhäuser mit insgesamt fünf Wohngruppen und eine Tagesstätte geben den Bewohnern das Gefühl, eine Heimat, ein wohnliches Zuhause zu haben.

Die vordringlichsten Ziele der dortigen Arbeit sind, Normalität und Integration für alle Bewohner umzusetzen. Dazu wurden in den letzen Jahren dezentrale Wohnformen in der Stadt Bitterfeld-Wolfen aufgebaut. In Bitterfeld-Wolfen wurden sechs Wohnungen angemietet. Die Bewohner leben dort, gehen zur Arbeit, in die Werkstatt für Menschen mit Behinderung oder zu ihren Arbeitgebern. So gelingt es, sich vermehrt in den normalen Lebensalltag zu integrieren.

Alle Bewohner fühlen sich in den Wohngruppen in Burgkemnitz und in den verschiedenen Hilfeformen in Bitterfeld-Wolfen wohl.

Ein Bewohner sagte einmal auf die Frage, wie es ihm im Heim gefalle:
"Ich wohne nicht in einem Heim hier, ich wohne in einer Familie."

  • Übernahme des Schlosses vom Landkreis im Jahre 1994

  • Erbaut 2001/2002 (Ersatzneubau)

  • Einweihung 01.09.2002

  • Plätze der Gesamteinrichtung: 89

  • Wohnheim: 60

  • Intensiv Betreutes Wohnen Noah, Bitterfeld-Wolfen: 6

  • Betreutes Wohnen St. Franziskus, Bitterfeld-Wolfen: 3

  • Wohnheim an Werkstatt für behinderte Menschen St. Johannes, Bitterfeld-Wolfen: 10

  • Außenwohngruppe St. Michael, Bitterfeld-Wolfen: 4

  • Intensiv Betreutes Wohnen Noah 2, Bitterfeld-Wolfen: 6

  • 55 Mitarbeiter

  • Investitionsvolumen: 4,7 Mio. Euro

  • Bitterfeld

    21.06.2014

    Segnung in Bitterfeld

    Die 12 Bewohner der Außenwohngruppen St. Michael, St. Franziskus und Noah, die zur Caritas Wohn- und Förderstätte St. Lorenz in Burgkemnitz gehören, haben nun ein neues Zuhause. Im Januar sind sie in den großen Altbau in der Bitterfelder Bahnhofstraße gezogen, leben nun alle zusammen unter einem Dach. Doch was ist es, das ein neues Zuhause ausmacht? Vier Wände allein reichen nicht, um sich irgendwo zuhause zu fühlen. Dr. Marcus Waselewski, Geschäftsführer der Caritas-Trägergesellschaft St. Mauritius, ging dieser  Frage in seiner Ansprache nach. Dass es nicht die Blumen in der Fensterbank oder das Ei im Kühlschrank sind, die ein Haus zum Heim machen. Vielmehr käme es auf die Menschen, auf das Miteinander an, das einem das Gefühl von Geborgenheit vermitteln. Er stellte das Haus unter den Schutz der heiligen Anna und überreichte den Bewohnern einen Apfelbaum für ihren neuen Garten. Die anschließende Segnung übernahm Pfarrer Andreas Ginzel. Gemeinsam mit Einrichtungsleiter Bernhard Maier, den Bewohnern und Gästen des Hauses ging er durch sämtliche Räume des Altbaus, sprach den Segen aus und besiegelte diesen mit Weihwasser.

    Die Bewohner sind längst in ihrem neuen Zuhause angekommen, haben es sich in ihren Zimmern gemütlich gemacht. In dem großen Garten, der zum Haus gehört, können sie fortan gemeinsam grillen und schöne  Stunden an der frischen Luft verbringen. Für den Rest des Tages diente der Garten jedoch als Bühne für ein musikalisches Programm, ein gemeinsames Mittagessen und viele bunte Kreativangebote.